Wie die Osnabrücker „Stadtteil-Rikscha“ verbindet

Shownotes

Heute nehme ich euch mit auf eine aufregende Fahrt durch Osnabrück, und zwar auf der brandneuen Stadtteil-Rikscha von HelpAge! Diese rot-schwarze Innovation hat nicht nur drei Räder, sondern bringt auch die Menschen zusammen. Und glaubt mir, wenn ich sage, dass diese Rikscha viel mehr ist als nur ein Fahrrad. Zusammen mit dem engagierten Paul Meinberg vom Seniorenbeirat erkunde ich, wie dieses Gefährt Leben in unserer Stadt verändert. Wusstet ihr, dass das Fahren so einer Rikscha nicht nur für die Passagiere ein Erlebnis ist, sondern auch den Fahrern Freudentränen in die Augen treiben kann? Wer hätte gedacht, dass eine Fahrt selbst die zurückhaltendsten Senioren aus ihrer Schale lockt und tolle Gespräche entstehen lässt?

Und in spannenden Neuigkeiten: Unsere Oberbürgermeisterin Katharina Pötter tritt nächstes Jahr erneut zur Wahl an - mit voller Unterstützung der CDU. Zusätzlich erfahrt ihr, wie Osnabrück in Zukunft Bombenräumungen effizienter gestalten will.

Ich freue mich immer riesig über euer Feedback! Schreibt mir gerne an osnabrueck@dein-stadtpodcast.de. Eure Vorschläge und Kommentare machen diesen Podcast zu etwas ganz Besonderem. Bis zur nächsten Episode! Deine Sarah

Transkript anzeigen

00:00:00: Moin, ich grüße dich.

00:00:01: schön, dass du dabei bist.

00:00:02: Ich bestaune heute ein noch sehr neues Gefährt in Osnabrück.

00:00:06: Es ist rot-schwarz, hat drei Räder und bringt die Menschen zusammen.

00:00:10: Ich habe auf der Rikscha eine meiner letzten Fahrten-Trennen schon erlebt von jemandem.

00:00:15: Wenn du als Fahrer so was erlebst, dann weißt du, hier bin ich richtig.

00:00:18: Die neue Stadtteil Rikscha von HelpAge rollt jetzt durch Osnabrück.

00:00:23: Ich war bei der feierlichen Begrüßung dabei, habe die ersten Fahrten begleitet und mit Paul Meinberg vom Seniorenbeirat gesprochen.

00:00:30: Diese Rikscha, die ist auf jeden Fall viel, viel mehr als nur ein Fahrrad.

00:00:34: Und was gibt's Neues, Sarah?

00:00:36: Unsere Oberbürgermeisterin will weitermachen.

00:00:39: Katharina Pötter hat jetzt ganz offiziell ihre erneute Kandidatur für die OB-Wahlen nächstes Jahr bekannt gegeben.

00:00:46: Sie hat dabei volle Rückendeckung von der Osnabrücker CDU.

00:00:50: Ihr schärfster Gegner wird sicher Robert Alfering, der OB-Kandidat der SPD, sein.

00:00:56: Damit Bombenräumungen in Osnabrück.

00:00:58: Künftig schneller laufen, zieht die Stadt Störa konsequent zur Kasse.

00:01:03: nach den großen... Evakuerungen im Lockviertel hat Osnabrück bislang mehr als hundert Bußgelder verhängt.

00:01:08: Viele davon, weil Menschen trotz Sperrzone ins Gebet zurückgegangen sind.

00:01:13: In drei Vizifällen ist das Verfahren erledigt worden, indem die Betroffenen die Zahlung geleistet haben.

00:01:19: Das macht in Summe zwölftausend neunhundert, also knapp dreizehntausend Euro.

00:01:22: Sagt Stadtsprecher Konstantin Binder und das ist nur das erste Halbjahr.

00:01:27: Für die weiteren Bombenräumung im Juni, Juli und jetzt November werden die Bescheide noch erstellt bzw.

00:01:33: erfasst.

00:01:34: Hierzu können wir also noch keine Aussagen treffen.

00:01:37: Die Stadt hofft, dass das Bußgeld die Störer in Zukunft abschreckt.

00:01:41: Die nächste geplante Bombenräumung ist am achten Februar.

00:01:45: Damit alle in Ruhe ihren Glühwein auf dem Osnabrycker Weihnachtsmarkt trinken können, gibt's auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Sicherheitskonzept.

00:01:53: Wie schon beim letzten Weihnachtsmarkt und beim Tag der Niedersachsen werden alle Zufahrten abgeriegelt.

00:01:59: Marketing-Osnabryck-Chef Alexander Illenseer, was bedeutet das genau?

00:02:03: Das bedeutet, dass es Durchfahrsperren, Überfahrsperren und Betonklötze geben wird.

00:02:07: Und somit können sich alle Besucherinnen und Besucher auf ihren Blühwein freuen.

00:02:11: Zusätzlich laufen ja uniformierte Polizisten und das Ordnungsamt den Bereich ab.

00:02:16: Außerdem ist eine mobile Polizeiwache zu den Weihnachtsmarkt-Öffnungszeiten besetzt.

00:02:21: Ja, dann können sich ja alle freuen.

00:02:23: Und hoffentlich auch bei schönen kahlten Temperaturen die Weihnachtsstimmung in Osnaburg genießen.

00:02:32: Jetzt gucken wir uns

00:02:32: aber erst

00:02:33: mal die neue Stadtteil-Rickshaw von der Osnabrücker Hilfsorganisation HelpAge an.

00:02:38: Georg vom Seniorenbeirat stellt sie feierlich

00:02:41: vor.

00:02:44: Ja, Randa, oder?

00:02:46: Ja, da steht es, teure Gefährt.

00:02:49: Also so ein Rikscha kostet vierzehntausend Euro.

00:02:51: Es ist schon, ja, ich würde sagen, ein Luxusmodell bei den vielen Rikschas, die so auf dem Markt sind.

00:02:58: Und wie gesagt, wir haben eine teure Fracht davon, immer sitzen.

00:03:01: Und man sollte natürlich nicht mit so einem Rikscha gleich im Straßenverkehr auf dem Wall hier losgelassen werden.

00:03:08: Wir haben es mit der anderen Rikscha immer so gemacht, dass wir alle zwei Wochen hier so ein Fahrrad ... im Schlossgarten gemacht haben.

00:03:16: Da geht es eigentlich am besten.

00:03:17: Also da macht man so seine Hunden und es kommt kein Auto dazwischenkommen.

00:03:22: Und ja, und wenn man dann so ein bisschen ein einigermaßen sicheres Gefühl hat, dann fährt man dann mit jemanden, der es schon ein bisschen besser kennt, einfach mal so durch die Gegend, um das mal zu testen, zu gucken, wie Autos reagieren.

00:03:38: Und das Interessante ist, wenn ich mit dem Fahrrad durch die Gegend fahre, ich sehe, oft sehr stumpfe Blick, die mich da so anschauen.

00:03:47: Aber wenn ihr mit der Rikscha-Fahrt, also ihr könnt sicher sein, also alle gucken entweder, also auf jeden Fall interessiert und lächeln und sind freundlich oder winken auch mal oder wollen Prospekt haben.

00:03:59: Also das ist schon mal das erste, was so eine Rikscha-Fahrt auch befriedigt oder was einem so ein bisschen auch da Spaß macht.

00:04:10: Also es zieht Blicke an.

00:04:12: Und die Blicke sind oft sehr freundlich.

00:04:16: Das kann man sich mehr binden beim Fahrradfahren.

00:04:19: Ich meine, man kassiert ja oft als Fahrradfahrer oder Fahrradfahrerin auch mal böse Blicke, finde

00:04:23: ich.

00:04:39: Die ersten Fahrgäste steigen ein.

00:04:41: Bevor es losgeht, gibt es noch eine kurze Einweisung von einer geübten Rikscha-Fahrer.

00:04:46: Wir haben jetzt

00:04:47: die Klappe

00:04:47: unten erklärt, also wo man quasi den Einstieg, es gibt vorne einen Einstieg, den macht man während der Fahrt hoch, sodass die Füße gut und entspannt im Neunzig-Grad-Winkel stehen, während man sitzt.

00:04:59: Aber zum einen und Ausstieg wird er runtergelassen, sodass man eben ehrlich einsteigen kann.

00:05:05: Genau, und das habe ich gerade erklärt, wie da der Mechanismus unterhebel ist, der wird dann während der Fahrt so irgendwie festgesteckt.

00:05:13: Ein

00:05:14: bisschen so wie eine Kinderwagen.

00:05:15: Bremse runter machen und dann wieder hoch, wenn es losgeht?

00:05:18: Genau, so ähnlich.

00:05:19: So ähnlich funktioniert das.

00:05:21: Das Ganze ist nur mit dem Pedal gesichert und man lässt es nicht so floppen.

00:05:26: Genau, aber ansonsten ist das ein ganz einfacher Mechanismus.

00:05:30: Man stellt sich drauf, man macht die Bremse los und führt dann den Einstieg langsam nach oben.

00:05:35: Seht irgendwie gar nicht so leicht aus den Überblick zu behalten, wenn die Gäste ja vor dir sitzen und du trampelst und im Prinzip, ja, musst entweder übers Dach drüber gucken oder durchs Netz durch, was so hinten hinter ist, ne?

00:05:49: Also... Ist das schwieriger als man denkt oder vielleicht auch einfacher als ich jetzt denke?

00:05:54: Ja, es ist vielleicht doch ein bisschen schwieriger als man denkt.

00:05:56: Also man muss den Sattel schon ein bisschen höher haben, aber man kann halt ja nur, man muss ja auch noch einen Fußdreht haben.

00:06:02: Und die beiden Außenräder sieht man nicht.

00:06:06: Also man muss ein bisschen nach Gefühl fahren, sollte nicht zu dicht am Kanten.

00:06:11: Nicht zu dicht am Bord steigen?

00:06:12: Nicht

00:06:12: zu dicht am Bord steigen.

00:06:14: Also das wäre nicht so gut.

00:06:16: Ansonsten ist es erst ein bisschen ungewöhnlich.

00:06:17: Man kann auch durch das Netz schauen.

00:06:19: versuchen den Blick frei zu bekommen und dann sollte man schon sehr defensiv fahren.

00:06:29: Stichwort kostbare Fracht.

00:06:30: Man sollte nicht geblitzt werden.

00:06:33: Ich frage ständig, die Leute sind so schnell, sind wir zu langsam.

00:06:37: Also die Passagiere bestimmen das Tempo.

00:06:41: Gab es schon mal den Fall, dass wir gesagt haben, los, ein bisschen mehr Tempo hier.

00:06:43: Wir können ruhig mal ein bisschen schneller düsen.

00:06:46: Es ist ja auch in dem Motto so, die Haare im Wind flattern lassen.

00:06:50: Und das kann man dann auch... Oft nur, wenn man auch ein bisschen Gas gibt bei mir.

00:06:55: Ich habe kaum noch Haare.

00:06:56: Also für mich trifft dieses Motto nicht zu.

00:06:59: Georg ist ja aber auch kein Passagier, sondern einer der Fahrer der Rikscha.

00:07:04: Für einige Senioren ist es erst mal so eine kleine Hürde, sich auf das Rad drauf zu setzen.

00:07:09: Aber die können die Fahrer den Leuten schnell nehmen, erzählt mir Paul Meinberg.

00:07:13: Paul, du bist der Vorsitzende des Seniorenbeirats

00:07:16: hier bei uns in Osnabrück und du bist

00:07:17: der Ideengeber für die Stadtteil

00:07:19: Rikscha.

00:07:21: Jetzt dürfen wir hier

00:07:22: die zweite mittlerweile in Osnabrück.

00:07:25: Feierlich begrüßen und sie sieht wirklich schick aus.

00:07:28: Rot,

00:07:30: schwarz, schickes Ding, muss ich schon sagen.

00:07:33: Hier kommt sie gerade hinter uns nochmal angerollt.

00:07:34: Die erste Probefahrt ist geschafft.

00:07:38: Ich habe gerade schon so durch die Blume mitbekommen.

00:07:40: Für einige Senioren stellt es, es ist schon eine Hürde zu sagen, hey, ich würde gerne

00:07:45: mitfahren.

00:07:46: Warum?

00:07:47: Die trauen sich erst gar nicht zu fragen.

00:07:50: Kann ich mal mitfahren?

00:07:51: Kann ich mich auf dieses Fahrrad draufsetzen?

00:07:54: Weil, ja, das können Sie.

00:07:55: Setzen Sie sich mal ruhig hin.

00:07:56: Wir machen unten den Fußabsteller, den machen wir runter.

00:08:00: Und dann können Sie sich einfach draufsetzen.

00:08:02: Und das ist bequem.

00:08:03: Und dann klappt's.

00:08:05: Ja, okay.

00:08:05: Weil gerade habe ich so ein bisschen so, Mensch, da drinsitzen, sich fahren lassen, kommt wahrscheinlich auch dazu etwas nicht mehr selber können.

00:08:16: Jetzt so rumkutschiert werden, auf Hilfe angewiesen sein, das sind wahrscheinlich alles so Faktoren, die dann dazukommen.

00:08:22: Wenn ich mich an meine Oma so zurück erinnere auch, dann würde ich auch schon eher sagen, sie würde erst sagen,

00:08:28: ach was, ich fahr selber mit Auto.

00:08:32: Ja, man muss Folgendes machen, wenn man Fahrer einer Rikscha ist, man muss den Leuten die Hürde wegnehmen.

00:08:38: Das habe ich gerade erklärt.

00:08:39: Das ist einmal unten der Fußabsetzer.

00:08:43: Und dann erklären, dass es bequem ist, wenn man da drin sitzt.

00:08:46: Und wenn man dann ein paar Meter macht.

00:08:50: Dann merken die Leute, oh, das ist gefedert.

00:08:52: Da sitzt man ja bequem drin, das ist gepolstert.

00:08:55: Und dann kommt man ins Gespräch.

00:08:57: Und genau das ist Sinn und Zweck dieser Rikscha, dass man ins Gespräch kommt.

00:09:00: Und dann tauchen...

00:09:01: Während der Fahrt mit dem Fahrer sprechen, ausdrücklich erwünscht.

00:09:04: Ausdrücklich erwünscht.

00:09:05: Und dann gibt es dreier Gespräche.

00:09:06: Deswegen heißt das auch Chatrad.

00:09:09: weil zwei vorne sitzen und miteinander reden und sogar der Fahrer kann sich einmischen und muss natürlich auf den Verkehr achten.

00:09:16: Und dann entsteht ein Gespräch, die Leute lächeln automatisch und gucken den nächsten, sagen wir mal Stunden, etwas positiver entgegen.

00:09:26: Man kann sagen, ich muss einmal zum Arzt oder ich würde gerne ein Eis essen mal wieder oder beim Markt vorbei.

00:09:34: Die Ziele sind individuell verschieden.

00:09:36: Das ist egal.

00:09:37: Für uns ist eigentlich nur wichtig, Menschen aus ihrer Einsamkeit, könnte man extrem sagen, oder aus ihrem Alleinsein herauszuholen.

00:09:46: Und es gibt viele, viele Menschen, die alleine sind.

00:09:48: Und ich habe auf der Rikscha eine meiner letzten Fahrten-Trennen schon erlebt von jemandem.

00:09:54: der in seiner Erinnerung dann auf der Rikscha saß und darüber mir erzählte.

00:09:59: Und wenn du als Fahrer sowas erlebst.

00:10:02: Rollen dir auch die Tränen?

00:10:04: Fast rollen mir da die Tränen.

00:10:06: Aber wenn du dann als Fahrer hinten drauf sitzt und mühen, das Ding natürlich zu fahren ist klar, du musst auf den Verkehr achten.

00:10:16: Aber dann weißt du, hier bin ich richtig und das ist genau das richtige Medium, um diese Schwierigkeiten zu überwinden.

00:10:24: Was wünschst du dir für unsere Stadt, für Osnabrück

00:10:29: in Sachen Senioren, in Sachen Rikschaas?

00:10:31: jetzt

00:10:31: vielleicht erstmal ganz konkret?

00:10:33: Also wir sind ja nur ein kleiner Punkt in Bezug auf Gegeneinsamkeit zu wirken.

00:10:39: Und ich wünschte mir, dass diese Idee noch größer wird.

00:10:42: Und ich habe schon die Ahnung, dass es größer wird.

00:10:45: Wir haben jetzt zwei Rikschas.

00:10:46: Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht gedacht, dass wir zwei Rikschas auf die Füße stellen und so miteinander kooperieren wie jetzt.

00:10:54: Und unser nächstes utopisches Ziel ist, dass wir alle Rikschas, die es in Osnabrück gibt, und ich weiß von vier Rikschas, dass wir kooperativ miteinander arbeiten.

00:11:03: Weil das unterschiedliche Vereine

00:11:04: sind.

00:11:05: Genau, das sind eben verschiedene Organisationen.

00:11:08: Aber wir haben schon die Gespräche geführt und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.

00:11:13: Und bald

00:11:14: in jedem Stadtteil dann,

00:11:16: ja?

00:11:17: Hoffentlich in jedem Stadtteil.

00:11:19: Das wäre doch schön, ja wirklich.

00:11:21: Wenn jetzt ich, ich glaube jetzt nicht, dass Senioren hier jetzt genau in diesem Moment dazuhören und sich alle Details jetzt anhören, aber ich könnte mir vorstellen, es sind einige... Kinder, Enkelkinder jetzt dabei, die uns zuhören.

00:11:36: Wie

00:11:36: kommt denn Oma oder Opa in dem Fall vielleicht auch an den Platz in der Rikscha?

00:11:41: Was muss ich machen, um mitfahren zu können?

00:11:44: Ja, das ist eben das unterschiedliche im Augenblick noch.

00:11:48: Es gibt einmal bei HelpAge eine E-Mail-Adresse an die... E-Mail

00:11:53: bei Senioren.

00:11:54: Also ich meine...

00:11:55: Die

00:11:55: Digitalisierung, genau.

00:11:57: Dann gibt es ein Telefon bei HelpAge, was besetzt ist.

00:12:00: Dann gibt es bei der Rikschaim Schinkel, die von der AWO betrieben wird, gibt es auch ein Telefon, wo ich anrufen kann.

00:12:06: Das ist immer bereit, das Telefon und auch eine E-Mail-Adresse.

00:12:09: Und wir haben bis jetzt die Erfahrung gemacht, dass die Angehörigen die E-Mail nutzen, weil da kann man hin und her korrespondieren an neue Fragen stellen und so weiter, jeder zu seiner Zeit.

00:12:19: Und da ist die Digitalisierung keine Hürde, würde ich sagen.

00:12:23: Also E-Mail schreiben, nach einem Termin fragen, welcher Tag, welche Uhrzeit passt.

00:12:27: Man einigt sich, zack, fertig, dann werde ich zu Hause.

00:12:31: Abgeholt?

00:12:32: Ja, an einem zu vereinbaren Treffpunkt werde ich abgeholt.

00:12:35: Das muss man sich überlegen, wo wäre das das Beste?

00:12:37: Das könnte eine Tagesstätte sein, das könnte ein Seniorenheim sein, das könnte der Bahnhofsvorplatz sein, das könnte der Schlossgarten sein, weil Leute mit Handicap meistens im hohen Alter können nicht so weit laufen und haben einen Rolator oder einen Rollstuhl und dann muss man Vereinbarungen treffen.

00:12:56: Die Ziele sind völlig egal.

00:12:59: Hauptsache, die Leute kommen mal raus.

00:13:01: Rentnerin Marlis hat inzwischen schon die ersten Runden in der neuen Rikscha gesessen und... Was soll ich sagen?

00:13:07: Sie sieht auf jeden Fall sehr happy aus.

00:13:10: Mali, wie war's?

00:13:11: Es war super schön.

00:13:13: Ich hab mir nicht vorgestellt, dass das so eine Leichtigkeit hat.

00:13:16: Ich hab wirklich gedacht, die Räder werden gepolstert.

00:13:21: Der Weg war jetzt hier ja noch nicht mit Kopfsteinpflaster, aber trotzdem.

00:13:26: Und wenn dann noch mal so ein Wind entgegenkommt, das ist ... Ach, man kann sich das gar nicht vorstellen, wie schön das ist.

00:13:32: Das ist echt toll, es lohnt sich.

00:13:34: Und wie hast du dich gefühlt?

00:13:36: Man sitzt ja schon so ein bisschen auf dem Präsentierteller, sag ich jetzt mal, wenn man vorne eben

00:13:42: in der Rikscha sitzt

00:13:43: und nicht hinter dem Fahrer.

00:13:45: So wie wir das vielleicht so erstmal im Kopf haben, ist das ein komisches Gefühl oder?

00:13:50: Ist das dann schnell

00:13:51: weg gewesen?

00:13:51: Das

00:13:52: ist überhaupt gar nicht so ein komisches Gefühl, sondern man kann stolz sein.

00:13:57: Man kann so nach dem Motto seht ihr,

00:14:00: wie so

00:14:00: gut geht es mir.

00:14:02: Also überhaupt

00:14:03: nicht,

00:14:05: wie peinlich oder so.

00:14:06: Ich bin jetzt auf Hilfe angewiesen, weil ich kann ja nicht mehr selber so gut.

00:14:10: Nein, macht diese Rikscha überhaupt nicht aus.

00:14:14: Sondern es ist tatsächlich, sie sieht fröhlich aus, ist ja auch von den Farben her.

00:14:19: überhaupt nicht, sondern es kommt mir so so ein Stolz und so eine Dankbarkeit.

00:14:25: Da ist jemand und fährt mit mir rum.

00:14:28: Ich muss das nicht zu Fuß gehen.

00:14:30: Das ist ein wunderbares Gefühl.

00:14:32: Die Stadt Teil Rikscha fährt jetzt durch Osnabrück.

00:14:35: Kurze Wege, Begegnungen, Gespräche, Bewegungen für die Menschen, die sie fahren.

00:14:41: Und ja, ein bisschen Fahrtwind um die Nase, ein bisschen Osnabrücker Luft spüren für die

00:14:45: Fahrgäste,

00:14:46: wer selbst mitfahren oder auf dem Sattel sitzen möchte.

00:14:49: Der kann sich ganz einfach bei HelpAge melden.

00:14:52: Vielleicht seid ihr dann ja auch schon bald dabei.

00:14:56: Ich bin immer sofort dabei, wenn es um Feedback geht, also zöger bitte nicht und hinterlass einfach einen Kommentar oder schick mir eine E-Mail an osnabrück at dein-stadt-Podcast.de.

00:15:07: Bis bald, deine Sarah.

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